Industriegeschichte trifft Multikulti, Arbeiterquartier trifft Aufbruchsstimmung: Töss ist der Stadtteil mit der grössten Persönlichkeit in Winterthur. Hier wurde Industriegeschichte geschrieben – Rieter, Sulzer, die Lokomotivfabrik. Heute entsteht auf den alten Arealen die Lokstadt, und Töss erfindet sich neu. Wer hier arbeitet, spürt: Da ist Energie drin. Authentisch, direkt, lebendig – willkommen in Töss.

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Von der Klostergemeinde zum Industriequartier
Die Geschichte von Töss beginnt 1233 – mit einem Kloster. Das Kloster Töss war eines der bedeutendsten Frauenklöster der Region. Nach der Reformation kaufte Johann Jacob Rieter das Gelände und legte den Grundstein für die Maschinenfabrik Rieter. Der Rest ist Industriegeschichte: Sulzer folgte, die Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM) baute hier Züge für die ganze Welt.
1922 wurde Töss nach Winterthur eingemeindet. Aber frag mal einen Tössemer, woher er kommt – er sagt "vo Töss", nicht "vo Winti". Dieser Stolz ist geblieben. Genauso wie die Arbeiterhäuser im Eichliacker, die heute unter Denkmalschutz stehen. Töss hat seine Identität nie verloren – und gerade deshalb ist der Stadtteil so spannend.
Die Hotspots von Töss
Lokstadt & Lokwerk
Hier passiert gerade richtig viel: Die Lokstadt ist das grösste Entwicklungsgebiet von Winterthur. Auf dem ehemaligen SLM-Areal entstehen Wohnungen, Büros, Gewerbe – ein komplett neues Quartier. Das Einkaufszentrum Lokwerk ist schon da: Shopping in einer denkmalgeschützten Industriehalle, über eine Million Besucher pro Jahr. Coop, H&M, Restaurants – und mittendrin spürst du noch den Geist der alten Lokfabrik.
Gaswerk Kulturzentrum
Seit 1996 ist das Gaswerk DER Ort für alternative Kultur in Winterthur. Rock, Punk, Metal, Indie – hier treten lokale Bands und internationale Acts auf. Dazu das Kino Nische für Independent-Filme. Das Gaswerk wird komplett ehrenamtlich betrieben – rund 150 Freiwillige machen den Laden am Laufen. Töss in Reinform: authentisch, engagiert, unkommerziell.
Bahnhof Töss
Klein, aber fein: Der Bahnhof Töss liegt an der Strecke Winterthur–Bülach. Die S41 hält hier, perfekt für Pendler Richtung Flughafen oder Zürich Oerlikon. Langfristig ist sogar ein zweiter Bahnhof geplant – "Försterhaus" – um die wachsende Lokstadt besser anzubinden.
Chrugeler – das alte Töss
Wer das ursprüngliche Töss sehen will, geht ins Chrugeler-Quartier. Verwinkelte Gassen, alte Häuser, das Geburtshaus des Schriftstellers J.C. Heer. In den 1980ern sollte das Quartier abgerissen werden – die Tössemer wehrten sich erfolgreich. Heute steht Chrugeler unter Schutz. Hier ist Töss noch so, wie es früher war.
Schwimmbad Töss
Das "Schwümmbi" ist seit 1970 der Sommer-Treffpunkt. 50-Meter-Becken, 5-Meter-Sprungturm, Rutschbahn, Beachvolleyball, Sauna. Und das Beste: Es war das erste Freibad in Winterthur mit beheiztem Wasser. Die Tössemer mussten lange dafür kämpfen – aber am Ende haben sie's geschafft. Typisch Töss.
Jobs in Töss: Von Industrie bis Kreativ
Töss ist im Wandel – und das zeigt sich auch bei den Jobs. Neben traditionellen Industriebetrieben entstehen neue Arbeitsplätze in der Lokstadt. Die Mischung macht's.
Hier findest du Jobs in:
Industrie & Technik: Rieter, Produktionsbetriebe, Maschinenbau, Handwerk
Handel & Gastronomie: Lokwerk-Shops, Quartierläden, Restaurants, Take-aways
Bildung: Schweizerische Technische Fachschule (STFW), Schulen, Kindergärten
Soziales & Gesundheit: GZ Bahnhof Töss, Quartierentwicklung, Arztpraxen
Dienstleistungen: Coiffeure, Autowerkstätten, Reinigungen, Handwerksbetriebe
Kreativ & Kultur: Ateliers im Gaswerk, Künstler, Bands, Kulturschaffende
Und mit der Lokstadt kommen laufend neue Arbeitgeber dazu. Töss wächst – aber bleibt sich treu.
Leben in Töss: Bunt, direkt, echt
Töss ist der multikulturellste Stadtteil von Winterthur. Hier leben Menschen aus über 100 Nationen. Das merkst du an den Läden: türkische Lebensmittelgeschäfte neben italienischen Cafés, asiatische Take-aways neben Balkan-Grills. Das ist kein Marketing-Sprech – das ist Alltag in Töss.
Die Quartiere sind unterschiedlich: Im Dättnau wohnt man ruhig und grün, im Eichliacker urban und zentral, im Chrugeler historisch und verwinkelt. Für Familien gibt's genug Schulen und Kindergärten, die Mieten sind günstiger als in der Innenstadt. Und die Töss fliesst mitten durch – mit Spazierwegen, Grillplätzen und Badestellen.
Ausgehen in 8406: Vom Gaswerk bis zur Dorfet
Wer Konzerte will, geht ins Gaswerk – nirgends in Winterthur ist die Stimmung roher und echter. Wer's gemütlich mag, trifft sich in der Quartierbeiz. Und einmal im Jahr – am letzten Wochenende der Sommerferien – feiert ganz Töss die Tössemer Dorfet. Dann ist das Quartier auf den Beinen, die Vereine grillieren, und man trifft Nachbarn, die man das ganze Jahr nicht gesehen hat.
Wer mehr Auswahl will: Mit dem Bus bist du in 5 Minuten in der Winterthurer Altstadt. Aber viele Tössemer bleiben lieber im Quartier – weil's hier einfach stimmt.
Verkehr & Erreichbarkeit
Die Anbindung von Töss ist top:
Bus: Linie 1 (Töss–HB–Oberwinterthur) fährt im Minutentakt. Dazu Linien 5, 7 und 11 für alle Ecken des Quartiers.
Bahn: S41 ab Bahnhof Töss Richtung Bülach, Flughafen, Oerlikon.
Auto: Autobahnausfahrt Winterthur-Töss (A1) liegt direkt vor der Haustür. Zürich und Flughafen in 20 Minuten.
Velo: Flaches Terrain, gute Velowege entlang der Töss bis zur Kyburg.
Der Charakter von Töss
Töss ist kein Hochglanz-Quartier. Hier gibt's keine schicken Concept Stores und keine Instagram-Cafés. Dafür gibt's Charakter. Geschichte. Ecken und Kanten. Leute, die anpacken. Eine Quartierzeitung ("De Tössemer"), die seit Jahrzehnten erscheint. Vereine, die was bewegen. Eine Lobby (die "Töss-Lobby"), die für das Quartier kämpft.
Töss ist ein Stadtteil im Wandel. Die Lokstadt bringt Neues, aber die Seele bleibt. Wer hier arbeitet oder lebt, spürt: Das ist echt. Keine Fassade, kein Fake. Töss halt.
Fun Facts über Töss
🏭 Lokomotiven: Die SLM in Töss baute Züge für die halbe Welt – heute steht auf dem Areal das Lokwerk
👑 Königstochter: Im Kloster Töss lebte die ungarische Prinzessin Elisabeth – darum trägt das Wappen ein Doppelkreuz
🎸 Gaswerk: Über 150 Freiwillige betreiben das Kulturzentrum – komplett ehrenamtlich
🏊 Schwimmbad: Das Freibad Töss war 1970 das erste beheizte Freibad in Winterthur
📰 Quartierzeitung: "De Tössemer" erscheint seit den 1950er-Jahren – gegründet im Kampf fürs Schwimmbad
Warum in Töss arbeiten?
Weil du hier Geschichte spürst – und Zukunft siehst. Weil die Lokstadt neue Möglichkeiten bringt, ohne dass Töss seine Seele verliert. Weil du nach Feierabend an der Töss grillieren oder im Gaswerk ein Konzert schauen kannst.
8406 ist kein Quartier zum Angeben. Es ist ein Quartier zum Arbeiten, Leben, Sein. Echt, direkt, mit Charakter. Genau wie die Leute, die hier wohnen.
Dein nächster Job in Töss?
Ob Lokwerk, STFW, Industriebetrieb oder Quartier-Gewerbe – in Töss findest du Jobs mit Substanz. Ein Stadtteil, der sich neu erfindet. Genau wie deine Karriere.
Jobs in Töss gesucht?
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